Referenz-Story: IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit (BA)

Keyfacts:

Tätigkeitsfeld

Das IT-Systemhaus ist als IT-Dienstleister der Bundesagentur für Arbeit mit der Entwicklung und dem Betrieb von IT-Verfahren sowie mit der Erstellung von IT- und Kommunikationslösungen betraut.

Unternehmenssitz

Nürnberg, Deutschland

Unternehmensdaten

Die BA-Informationstechnik setzt sich aus der IT-Steuerung, die organisatorisch der Zentrale der BA zugeordnet ist und dem IT-Systemhaus zusammen. Insgesamt sind bei der BA-Informationstechnik rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt – davon rund 170 in der Zentrale und ca. 1.300 im IT-Systemhaus.

Über das IT-Systemhaus der BA

Das IT-Systemhaus bedient auf 170.000 vernetzten PC-Arbeitsplätzen Anwender beispielsweise in den Agenturen für Arbeit (AA) sowie den Jobcentern-. Dazu gehört auch eine leistungsfähige Infrastruktur, ein Kommunikationsnetzwerk und Rechenzentren. Die BA-Informationstechnik betreibt damit eine der größten IT-Landschaften Deutschlands und entwickelt diese weiter.

Die BA-Informationstechnik betreibt zwei hochverfügbare zentrale Rechenzentren am Standort Nürnberg. Insgesamt stehen dort 10.000 Server, wovon rund 6.000 virtuell sind.

Gesprächspartner:

Tobias Wagner von der ATIX AG fragt bei zwei Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit nach, wie sie orcharhino einsetzen und damit tagtäglich arbeiten. Die Antworten liefern Stefan Bock von der Bundesagentur für Arbeit (BA) und ein für die BA tätiger externer Mitarbeiter.

Stefan Bock (BA), arbeitet seit gut 20 Jahren im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit. Seitdem ist er dort im Linux-Umfeld tätig. Hauptsächlich ist er für Releasemanagement und die Bereitstellung von Software im Bereich Repositories verantwortlich.

Interview:

Tobias Wagner (TW): „Welche Systeme haben Sie im Einsatz?“

Stefan Bock: „Ursprünglich hatten wir nur SUSE Linux Enterprise Server im Einsatz. Nun sind aber in Red Hat Systeme hinzugekommen.“

TW: „Warum haben Sie nach einer Automatisierungs-Lösung gesucht?“

Stefan Bock: „Wir hatten bisher den Foreman im Einsatz. Nun kam eben noch ein zweites Betriebssystem hinzu, das wir abbilden mussten. Wir brauchten also eine einheitliche Lösung, damit wir nicht über zwei verschiedene Systeme die gesamte Software synchronisieren mussten.“

Externer Mitarbeiter: „Das Problem sind, wie Stefan sagte, die zahlreichen Systeme, die wir supporten müssen. Das geht los bei SLES12 über SLES15 und eben auch RHEL7. Die hohe Anzahl an Repositories mit teilweise mehreren Versions-Strängen gleichzeitig generiert viel Staging-Aufwand. Hierfür ist eine Automatisierung gewünscht.“

TW: „Wie und warum sind Sie auf den orcharhino aufmerksam geworden?“

Stefan Bock: „Puppet und Foreman hatten wir bereits im Einsatz. Auf dieser Basis hat ein Kollege eine Evaluierung mit Katello gestartet und ist dadurch auf den orcharhino gestoßen. Da wir SUSE Repositories synchronisieren müssen, war der orcharhino das Produkt der Wahl. Einer der entscheidenden Punkte war, dass das enthaltene SSC Modul von ATIX selbst geschrieben wurde. Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass es von der ATIX dafür Support gibt. Dies ist im Behördenumfeld besonders wichtig.“

Externer Mitarbeiter: „Wie bereits von Stefan erwähnt, haben wir das Upstream-Produkt Foreman im Einsatz. Den verwenden wir seit mittlerweile fünf Jahren für Puppet. Den Katello hatte ich ebenfalls schon lange im Hinterkopf, nur der hat sehr lange Zeit kein SUSE unterstützt. Nun ist die ATIX sehr aktiv in der Open Source Community, sodass inzwischen eine Lösung dafür gibt. Für unsere Anforderungen war der orcharhino, für den es eben Support gibt, das richtige Produkt“

TW: „Wofür wird der orcharhino aktuell eingesetzt?“

Externer Mitarbeiter: „Bisher verwalten wir damit ausschließlich Repos.“

TW: „Was hat sich verändert seit Sie den orcharhino im Einsatz haben?“

Externer Mitarbeiter: „Ich muss vorne wegnehmen, dass wir noch nicht produktiv sind – was aber nicht am orcharhino, sondern aktuell an internen Prozessen liegt. Aber für uns ist der große Vorteil, dass wir mit dem orcharhino mehrere Betriebssysteme über ein Tool abdecken und eben auch solche Sachen wie Staging etc. vereinfachen können.“

Stefan Bock: „Die Repository Verwaltung hat sich durch den Einsatz von orcharhino eindeutig verbessert. Beim Ausrollen eines Major Releases war es bisher so, dass wir hier Skript-gesteuert vorgegangen sind. Sprich wir mussten hier die kompletten Repos austauschen. Dabei hatten wir aber immer wieder Systeme, die aus der Reihe fallen. Nun können wir das Ganze durch die Activation Keys und das Zuweisen verschiedener Repositories viel besser steuern.“

TW: „Wie viele Server managen Sie gerade mit dem orcharhino auf Ihrem Testsystem?“

Stefan Bock: „Fest geplant ist der Einsatz von orcharhino auf ca. 3.500 SLES Systemen mit unterschiedlichen Versionen von SLES11über SLES12 und mittlerweile auch SLES15. Im Red Hat Bereich sind wir dann bei ca. 250 Systemen mit aktuell Red Hat 7.6., die dann mit dem orcharhino auf Red Hat 7.7. upgedated werden sollen.“

Externer Mitarbeiter: „Wir können bereits fix sagen, dass diese in der Produktiv-Umgebung alle angebunden werden.“

TW: „Handelt es sich hierbei um physikalische oder virtuelle Server?“

Stefan Bock: „Es sind physikalische Server dabei, aktuell gehen wir davon aus, dass es aber mindestens zu 2/3 virtuelle Server sein werden.“

TW: „Was planen Sie gerade bzw. welches Feature wünsche Sie sich noch für den orcharhino?“

Stefan Bock: „Grundsätzlich sind wir gerade sehr zufrieden. Wir sind parallel dabei, eine eigene Cloud-Lösung aufzubauen. Daher versuchen wir die Ansible-Funktion mit zu nutzen. Da gibt’s hier und da noch ein paar kleine Herausforderungen, aber das Anbinden für das Software-Management funktioniert sehr gut.“

Externer Mitarbeiter: „Wenn Sie fragen, was wir uns noch wünschen, dann sind das nur sehr spezielle Dinge. Eine Sache wäre, dass es zum Beispiel eine Art Environment-Funktion, wie es sie für Puppet gibt auch für Ansible verfügbar wäre. Aber wie gesagt, das ist schon sehr speziell.“

TW: „Vielen Dank für Ihre Zeit und das angenehme Gespräch!“

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